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FABELhaft tobias cell


sprichw?rter f?r unerschrockene

I
was h?nschen nicht gelernt
lernt hans nur noch schwer

II
was h?nschen nicht gelernt
fehlt hans heute sehr



III (positv,ev. nach einer therapie etc...)
was h?nschen gelernt
verlernt hans immer mehr

IV
was h?nschen nicht gelernt
lernt hans immer mehr

spreefalke am 11.2.06 09:12


BEISPIELE

Der zerstreute Professor charakterisierte einen verstorbenen Freund, der Biologe gewesen war, am offenen Grab so:
"Er konnte sich ?ber die kleinsten Dinge freuen, zum Beispiel ?ber eine Mikrobe."


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EIN TADELLOSER BEWEIS

"Ein tadelloser Beweis", meinte der zerstreute Professor einmal, " ein tadelloser Beweis... f?r die .... Unzul?nglichkeit des menschlichen Gewissens.... ist..., da? ich .......jetzt vergessen habe, was ich eigentlich sagen wollte, als ich diesen Satz mit den Worten ....."Ein tadelloser Beweis" begonnen habe."

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ALLES GESAGT

Nicht alles, was dem Professor an Zerstreutheit nachgesagt wird, war wirklich welche. So wurde er wirklich von einer Zeitschrift aufgefordert, einen Artikel zur Diskussion pro und kontra Todesstrafe zu verfassen. Schon wenige Minuten sp?ter langte die Arbeit via Fax in der Redaktion ein. Sie trug den vielversprechenden Titel : "Argumente f?r die Todesstrafe". Ihm folgten 10 leere Seiten, und, am Ende,
der Name des Verfassers."
TOBIAS CELL: "Der zerstreute Professor kehrt zur?ck"
(B?rlin 2005)

weitere fabeln und anekdoten von TOBIAS CELL sind zu finden
in der b?renpost im archiv ab 5. 2.
sowie in meinem archiv am 4. 2. und 12. 2. 05
spreefalke am 23.2.05 14:17



BROT UND SPIELE

Der Professor pflegte seine Br?tchen beim B?cker an der Ecke zu kaufen. In den selben R?umlichkeiten hatte sich bis vor einigen Jahren ein Sexshop befunden, ehe der B?ckerladen eingezogen war. ?ber diese Vorgeschichte mu? man Bescheid wissen, um zu verstehen, warum der Professor immer so verstohlen um sich blickte, ehe er die B?ckerei betrat, und warum er den Hut tief ins Gesicht gezogen hatte, wenn er mit seinen Br?tchen wieder hinaus auf die Stra?e trat.

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WORTE IN SCHWERER STUNDE

"Wenn eine Beziehung zu Ende ist," tr?stete der zerstreute Professor einen Freund, "dann hat man wenigstens wieder eine Menge Zeit f?r all die Dinge, die man so lange vernachl?ssigt hat: zum Beispiel f?r Sex".

"K?nnte es sein, dass du mir diesen Ratschlag schon einmal gegeben hast," fragte der Freund nach einer Weile des stummen Nachdenkens.
"Das k?nnte sein," sagte der Professor, "allerdings denke ich nicht, denn dann w?rde ich mich zweifellos jetzt daran erinnern, dass ich es vergessen habe."
der spreefalke am 22.2.05 02:03


WAHRE BILDUNG

Der Professor hatte die von der Kritik hochgelobten literarischen Neuerscheinungen in kurzer Zeit ?berflogen und schob sie beiseite. ?ber seine Meinung befragt, antwortete er:
"Nicht der Stoff, aus dem die k?nftigen Bildungsl?cken sein werden."

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DAS LEBEN EIN FILM

"Gleicht das Leben nicht einem Kinobesuch?" meinte der zerstreute Professor w?hrend eines langweiligen Films:
"Im Vorprogramm erfahren wir von all den anderen Filmen, die wir viel lieber gesehen h?tten als diesen. Doch da sind die T?ren bereits geschlossen - und Film ab!"

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BERG UND TAL

?ber einen ber?hmten Bergsteiger h?rte er:
"Er f?hlt sich nur auf den allerh?chsten Gipfeln wirklich zu Hause."
"Wie klein mu? dieser Mensch sich f?hlen," sagte der Professor.

Aus: "Der zerstreute Professor kehrt zur?ck" von Tobias Cell(Mitarbeiter der B?rliner B?renpostredaktion)
Berlin 2004/2005
der spreefalke am 22.2.05 01:51


Und hier sind sie:
die oft geforderten
und lang erwarteten
Anekdoten vom zerstreuten Professor von Tobias Cell


KAMPF DEM PLAGIAT

Der zerstreute Professor hatte die Angewohnheit Geschriebenes gleich wieder zu vergessen. So geschah es mehr als einmal, dass er ein Buch, das er schon einmal geschrieben hatte, noch einmal schrieb.
Im Zuge dieser Arbeit murmelte er des ?fteren :
"Alles schon mal dagewesen. Es gibt nichts Neues unter der Sonne !!".
Es konnte auch sein, dass er wahllos eines DER zahlreichen von ihm verfassten B?cher aufschlug, darin las und ausrief:
"Na, mein Junge! Da hast du aber ganz sch?n abgekupfert bei jemandem!"
Gelegentlich war er von seinen fr?heren Werken auch sehr beeindruckt und sagte anerkennend zu einem Kollegen:
"Also, das h?tte ICH auch nicht besser formulieren k?nnen."

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WIEDERHOLUNG DER WIEDERHOLUNG

Da der zerstreute Professor etwas vergesslich war, wie wir wissen, pflegte er auch Geschichten, Anekdoten, Tr?ume usw. immer aufs Neue zu erz?hlen, als ob sie ihm gerade eingefallen w?ren. Besonders liebte er folgende Geschichte:

MOMENT AM MORGEN

Der zerstreute Professor hatte es sich zur Angewohnheit gemacht, morgens vor dem Duschen erst einmal das Handtuch und die Innenw?nde der Duschkabine zu bef?hlen. Das half ihm Zeit sparen. Waren sie n?mlich na?, so schlo? er zu Recht, da? er bereits geduscht hatte.

"Mu? ich mir merken, die Methode", sagte er vergn?gt und fragte seine Zuh?rer, er ?rz?hlte die Anekdoten gern in seiner Vorlesung ,:
"Hab ich ihnen eigentlich schon einmal die Geschichte von dem Professor und dem Krokodil erz?hlt?"
Worauf sie die K?pfe senkten und die Story zum hundertsten Male ?ber sich ergehen lie?en. Sie brauchen ja schlie?lich das Zeugnis der Pflichtvorlesung.



der spreefalke am 22.2.05 01:43


LOBENSWERTE BEM?HUNG

"Der Vierer muss weg", sagte der Zahnarzt zum zerstreuten Professor, der vor ihm auf dem Stuhl sa?.
"Das ist sicher lobenswert", entgegnete der Professor erfreut,
"man kann sich immer verbessern, aber andererseits ist ein "Vierer" immerhin gen?gend, also eine positive Note".
"Der Vierer geh?rt weg!" wiederholte der Zahnarzt und nahm seine Instrumente.
Wenig sp?ter entlie? er den zertreuten Professor mit dem Hinweis, dass nun 2 Stunden Bei?verbot einzuhalten sei.
Der Professor , der keinen Hund hatte, kannte diesen Ausdruck noch nicht und bedankte sich h?flich.
Am Heimweg wurde er jedoch nachdenklich. Sicher, ein "Vierer" ist st?rend im Zeugnis, aber der Zahnarzt war ja gar kein Sch?ler von ihm! Oder war er ein besorgter Vater?
Jedenfalls fand der zerstreute Professor es r?hrend, dass sich jemand heutzutage eine schlechte Note so zu Herzen nahm
sich so bem?hte und sie unbedingt ausmerzen wollte.
Aber was, fragte er sich w?hrend er seine Wohnung aufschlo?, hatte der Mann in seinem Mund gemacht?
der spreefalke am 12.2.05 22:33



AM TELEFON

Der zerstreute Professor hatte einen Teleefonanruf zu machen. Sobald er die Nummer gew?hlt hatte, war ihm aber auch schon entfallen, wen er eigentlich anrief. Als sein Gespr?chsparnter sich meldete, fragte er also:
"Wer spricht? wen habe ich denn angerufen?"
Und er fragte sogar: "Und was bittesch?n wollen Sie von mir"

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SHAKESPEARE NEU

"Eine messterhafte ?bersetzung!" lobte der zerstreute Professor: "So lerne ich Shakespeare noch einmal ganz neu kennen."
"Es ist aber nicht Shakespeare", wurde er belehrt, "es ist Calderon" -
"Sooo? Das wundert mich allerdings, da? Claderon Shakespeare ?bersetzt haben soll."

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AUFFALLENDE VER?NDERUNG

"Ich bin besorgt ?ber Ihr Aussehen!" sagte der zerstreute Professor zu einer seiner Studentinnen, die zuf?llig seinen Weg kreuzte.
"Aber ich bin letzte Woche zru Miss Campus gew?ht worden!"
entgegnete sie kokett l?chelnd und streckte die Nase himmelw?rts.
"Ja, daran k?nnte es liegen", murmelte der Professor und setzte seinen WEg fort.

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NICHT VON GESTERN

"Ich habe diese Zeitung schon gestern gelesen!" beschwerte sich der zertreute Professor beim Kellner seines Stammcafes:
"Bringen Sie mir die neue!" -
"Unm?glich", sagte der Kellner, die Zeitung kam eben erst druckfrisch" . Der Professor beharrte:
"Politikerkorruption, Steuerreform, Rengenpl?ne, B?rsentief, Benzinpreiserh?hung.... das kenne ich alles schon auswendig. Das ist die Zeitung wahrscheinlich gar vom letzten Monat!"
"Ich kann Ihnen zwar eine neue Zeitung bringen, aber leider keine neue Zeit", seufzte der Kellner, der diese Art von Gespr?ch schon auswendig kannte.

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EILIGE KORRESPONDENZ

Der zerstreute Professor hatte einen Brief an einen Freund geschrieben und steckte ihn in seine Tasche, um ihn unterrwegs in den Briefkasten zu werfen. Doch er verga? und trug ihn wieder zur?ck nach Hause. Dasselbe passierete ihm auch am n?chsten Tag. So ging das eine Woche - bis der Professor, weil er gerade in der Gegend war, die Idee hatte, pers?nlich zu diesem Freund zu fahren, der in derselben Stadt wohnte - was einen Brief letzlich auch ?berfl?ssig machte.
Nicht weit vom Haus des Freundes erblickte er aber einen Briefkasten: und um Zeit zu sparen, holte er den Brief, den er , wie er feststellte, zum Gl?ck bei sich trug , hervor und steckte ihn ein.
Wieder zuhause fand er ihn in seiner Manteltasche.

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GESUCHT UND GEFUNDEN

"Ich f?rchte, das da hinten auf dem Regal geh?rt alles mir",
sagte der zerstreute Professor mit niedergeschlagenem Blick zum Leiter des st?dtischen Fundb?ros.
"Was, das alles?" , fragte dieser ungl?ubig.
"Oder nein, doch nicht", entgegnete der Professor:
"Der gelbe Schirm war ja geliehen."

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THEODIZEE

"Gibt es den lieben Gott wirklich?" wollte der kleine Enkel wissen.
"da bin ich mir ganz sicher", sagte der Professor, "denn schlie?lich offenbart die gesamte Sch?pfung Hinweise auf die unendliche Zerstreutheit eines ?berlegenen Geistes."

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Alle Texte aus der Sammlung "Der zerstreute Professor kehrt zur?ck" von Tobias Cell.
der spreefalke am 4.2.05 08:08





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